Vollständige Version anzeigen : Was ist Flammen ?
Nabend Leut,
habe hier einen Kunden dem hab ich die Kanus beschriftet.
Weiße Folie Avery700.
Die Folie hält 2 Wochen und blättert ab, da der Untergrund rau ist .
Rau heisst bucklig oder so.
Der Kunde hat sich beim Hersteller (der Kanus) erkundigt wie die diverse Aufkleber drauf machen. Der meinte die FLAMMEN das.
(Mit nen Bunsenbrenner ???) Da fackle ich die Dinger doch ab.
Ich hab die Aufkleber mit nen Heissluftgerät drauf gemacht. (Ergebniss s.o.)
WAS IST FLAMMEN?
oder
GIBTS NE BESTIMMTE FOLIE.
Bin so weit und schlage den Kunden vor: negativ Folie zu schneiden, Farbdose, und fertig.
Oder hat einer einen Tip
schö Woend
Edgar04
:D :D :D Hurra morgen gehts nach Nürnberg :D :D :D
;D ;D ;D SCHALKE UND DER FCN ;D ;D ;D
Hi, ich nehme mal an, die meinen nach der Applikation des Textes nochmal mit der Heissluftpistole drüberzugehen um dann die erwärmte Folie mit einem Filzrakel in in die Vertiefungen zu drücken - cu Forenad
edit (sorry, das haste ja gemacht - habs überlesen :)
team design
04.04.2003, 17:10
Neh, ich weiß von einem Kunden, daß die das wirklich ankokeln. was natürlich eine tolle Farbvielfalt zur Folge hat. Schwarz oder schwarz oder schwarz oder ... :P
Versuch's mal mit Planenfolie. Die, ein wenig angefönt, sollte halten. Machen wir auch nicht anders.
Gruß,
Holger
flammen macht man normalerweise " vorher" , vor dem bedrucken mit einem normalen propangas(bunsen)brenner >aus dem baumarkt , die kleinen blauen < ( ist bei manchen kunststoffen üblich ) haben wir aber bisher nur vor dem bedrucken gemacht.
es geht darum kurzfristig eine chemische reaktion auszulösen ( ähnlich dem sublidruck > hitze> material öffnet sich u.s.w. )
außerdem würde ich für solche arbeiten nicht gerade eine fas 700 o.ä. scheiß nehmen sondern eine "gute" gegossene folie mit lösemittelkleber, vieleicht geht auch so manche planenfolie ( der weichmacher wegen )
beflammen heißt also nicht ankohlen, wegschmelzen oder aufschrumpfen sondern ist eine
vorbereitende tätigkeit
Moin !
da schließe ich mich dem Cheffe an. Das Anflammen funktioniert in der Tat mit offener Flamme.
Habt Ihr schonmal probiert, Polyethylen-beschichtetes Klebeband im Siebdruck zu bedrucken ? Von solchen Versuchen habe ich meine ersten grauen Harre bekommen ! Da hält keine Farbe drauf. Und da die wenigsten im Werbestudio ein Gerät zur Koronavorbehandlung haben, bleibt als günstige Variante nur das Anflammen. Das "öffnet" die geschlossene Oberflächenstruktur des Materials. Und ein normaler Heißluftfön reicht da nicht aus, muß schon die Flamme sein. Und wenn man gefühlvoll ran geht, wirds auch nicht schwarz. Und der kleine Gasbrenner aus dem Baumarkt leistet dort schon recht gute Arbeit.
Nichts desto trotz sollte man evtl. doch mal an einer unauffälligen Stelle probieren... und schön gleichmäßig drübergehen, nicht Flamme drauf und warten was passiert !
Übrigens: ohne Vorbehandlung läßt sich vom PE jede Farbe "rückstandsfrei" in einem Stück entfernen, also die "Schablonen-Variante" funktioniert definitiv nicht!
So, nun noch viel Spaß mit dem "Sauzeug".
team design
07.04.2003, 09:10
Naja, natürlich hat mein Kunde mir nicht explizit gesagt, daß die draufhalten, bis es schwarz wird. Er hat mir nur gesagt, daß da mit einem Brenner rumgefummelt wird, wusste aber auch nicht, warum genau. Und mir waren die Zusammenhänge auch nicht bekannt.
Aber jetzt. :)
Danke
Gruß,
Holger
Wir "beflammen" Oberflächen aus Polyethylen und Polypropylen vor dem Druck (Tampondruck). Das deshalb, da diese Kunststoffe (Polyolefine= Bezeichnung der betroffenen Kunststoffgruppe) eine zu hohe Oberflächenspannung haben. Keine Farbe oder Druckfarbe hält. Dafür gibt es sogar Prüfstifte (sehen ähnlich einem Filzstift aus, haben aber eine speziell eingestellte Tinte.
Vor dem Abflammen perlt die Tinte ab oder zieht sich zusammen. Nach dem Abflammen ist dieser Effekt weg.
Matte Oberflächen flammen wir mit Propangas ab. Glänzende, oder empfindliche Oberflächen beflammen wir mit einem Coronagerät. Dabei wird Druckluft (ganz wenig Druck) zwischen zwei Hochspannungselektroden durchgeleitet. Der dadurch entstehende Plasmabogen wird über die zu beflammende Oberfläche geführt. Dadurch wird auch die Oberflächenspannung der zu bedruckenden Oberfläche reduziert.
Man kann das sehr gut probieren:
Nehme eine Tiefkühldose, diese fühlt sich an einer (glatten) Stelle an, als ob da noch Trennmittel oder Ähnliches drauf wäre.
Nach dem Abflammen (z.B. Mit Propan schnell mal drüberfahren, nicht anbrennen!), hat man den Eindruck, als wäre die Oberfläche griffiger.
Nach dem Abflammen ist aber trotzdem noch eine Zweikomponenten-Farbe erforderlich, um einen haltbaren Druck zu erzielen, da die Farbe nur adhäsiv haftet.
Hoffe geholfen zu haben
Thomas
wir haben damals ( in meiner lehrzeit ) immer bierkästen ( 1000er kleinauflagen ) per hand bedruckt,
arbeitsweise > 1. bierflaschen raus > kästen abflammen > bedrucken > leider war die tagesleistung relativ gering ;D
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