Suche Rat für neuen Schneideplotter

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die meisten Fehler der alten Summasign-Tangentialköpfe betrafen den Absenkmechanismus, ein Problem das dazu führte das häufig die ersten paar Millimeter des ersten Schnitts eines Jobs nicht geschnitten wurden. Das hat mit dem Messerhalter nichts zu tun, das Messer hat einfach nicht schnell genug abgesenkt, bevor der Plotter losgelaufen ist. Das gibt es bei der S-Class nicht mehr, der Kopf fährt erst los wenn das Messer unten war. Summa hat lange Jahre eine Werksrevision von Köpfen mit solchen Fehlern angeboten ... leider wollten die meisten Leute nicht eben mal 10 Tage auf ihre Schneideköpfe verzichten.

      Das Problem trat auch noch mit den letzten Summasign auf. Aber nicht immer, wie man an Deinem Plotter sieht. Ich habe in über 20 Jahren als Summa Servicetechniker oft genug versucht Köpfe zu retten.

      Aber eben, das sind keine Themen für eine aktuelle Kaufberatung.
    • bigmac schrieb:


      Das Problem trat auch noch mit den letzten Summasign auf. Aber nicht immer, wie man an Deinem Plotter sieht. Ich habe in über 20 Jahren als Summa Servicetechniker oft genug versucht Köpfe zu retten.
      Zu retten sollte als erster Weg von weit mehr als nur den Technikern wahrgenommen und praktiziert werden. Anders hat die Welt vor einigen Jahren nur noch zum Schein funktioniert. Einen neuen 1,5 k teuren Kopf wegen einer mickrigen Induktionsspule oder einem lockeren Messerhalter installieren - da blutet mir das Hackerherz.

      Vielleicht werden ein paar Tage warten ja bald passend zum Zeitgeist entschleunigend wahrgenommen und "nebenbei" noch ein Nachhaltigkeitsgefühl geweckt.

      Ich bleib dabei. Ein guter Plotter muss nicht neu sein. Bei entsprechender Veranlagung passt wie übrigens immer der beste Gebrauchte. Idealer Weise gepaart mit einem zeitlich von seiner Maschinensprache nicht all zu entfernten Betriebssystem und v.a. offline. Dann ist wenigstens bei diesem Arbeitsplatz die nächsten 20(+)Jahre Ruhe.
      Wir reden hier ja weniger von der Integrität in einen automatisierten barcode workflow als von genialen Uralt-Protokollangetriebenen 2-D Ausgabegeräten, die seither mit Minimaldaten über lächerliche Interfaces versorgt technologisch und leistungsmäßig zuverlässig state of the art arbeiten. Der zurückliegenden Materialwirtschaft sein Dank - oft verpackt in einem robusteren Chassis.

      SFW?
      ¤¤¤¤¤ Nothing is good or bad only thinking makes it so ¤¤¤¤¤ :floet:
    • Als Bastler für Dich selbst kannst Du mit Deinen Plottern machen was Du willst. Wenn Du jedoch als Servicetechniker im Kundenauftrag tätig bist, für Deine Arbeit auch eine Garantie geben musst, die Kunden auf Ihre Maschinen angewiesen sind und bestimmte Reparaturversuche vom Hersteller nicht vorgesehen sind, sieht die Sache ein bisschen anders aus.

      Und ich bleibe dabei das es wie hier in einer Kaufberatung nicht zielführend ist Problematiken anzusprechen die Geräte betrifft die seit 15 Jahren nicht mehr am Markt sind. Ein guter Plotter muss nicht neu sein, da hast Du recht, aber wenn Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind, oder - wie im Fall S-Class 1 - umfangreiche Umbauten nötig werden wenn auch nur der Touchscreen defekt ist weil das Original-Ersatzteil nicht mehr erhältlich ist, sollte man sich trotzdem gut überlegen ob sich eine Gebrauchtanschaffung lohnt.
    • Genau das meine ich - wegen einem defekten Touchscreen nicht plotten zu können... Wenn die Teile so unzuverlässig sind, gehören sie einfach nicht eingebaut. Und mal ganz unter uns, wer brauch das? Gespielt wird schon genug mit der Maus... Wie gesagt wir reden von einem Plotter. Bei Druckern ist die Leistungsgrenze auch nach Erfindung des Piezoelements noch lange nicht erreicht.

      Mit Basteln hat das natürlich auch nichts zu tun. Wenn ich mich tgl. als Handwerker einer gewissen nachhaltigen Verantwortung stellen soll, erwarte ich das auch von den Herstellern und Händlern. Mässige hier entwickelte und in China verkloppte Geräte gehören allein der Resourcenschonung wegen verboten. Reparatur und Pflege guter Produkte bilden m.E. den guten Ton und das nicht erst seit gestern.

      Aktuell bekommst du einen feinen 1400' er mit Opos in der gratis Bucht. Übrigens zum fast gleichen Kurs wie noch vor 3 Jahren. (warum wohl?)

      Summa SummaSign T1400 pro ***verkauft***
      ¤¤¤¤¤ Nothing is good or bad only thinking makes it so ¤¤¤¤¤ :floet:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aufdrucke ()

    • Eine Folientastatur von einem SummaSign kann auch kaputtgehen. Nur weil etwas auch mal kaputtgeht, ist es noch lange nicht generell unzuverlässig. Abgesehen davon plottet ein S-Class auch ohne Touchscreen, man kann ihn auch über Summa Cutter Control einstellen.

      Ein Touchscreen hat gegenüber den alten Tastaturen mit zweizeiligem LCD-Display echte Vorteile: diverse häufig benötigte Funktionen lassen sich mit einem einzelnen Tippen auf eine Kontaktfläche auf dem Homescreen auswählen statt das man sich mühsam per Pfeiltasten durch merere Menüebenen hangeln muss (Bei S-Class direkt zu Messerdruck, Geschwindigkeit, Anwender usw.). Zusätzlich lassen sich Kontaktflächen auf einem Touchscreen beliebig gestalten und auch eindeutig und in vielen Sprachen beschriften, während man auf einer Tastatur mit runden Tasten, die gerade mal rund 1cm Durchmesser haben, mit Symbolen auskommen muss. Man hat ja vor einiger Zeit auch irgendwann mal gesagt "Dateneingabe in Computer per Lochkarte ist ja schön und gut, aber wir brauchen was schnelleres und effektiveres" und hat irgendwann mal eine Tastatur und einen Bildschirm erfunden. Noch vor 30 - 40 Jahren gab es Satzmaschinen die mit einzeiliger Textanzeige auskommen mussten, mit Steuerzeichen für die Schriftarten und Formate ... will heute auch keiner mehr, weil man einfach nicht mehr effizient ist.

      Ich finde übrigens interessant das Du hier von einem "feinen 1400er mit OPOS" sprichst, obwohl Du weiter vorne selbst von den Defiziten des alten OPOS berichtet hast. Und es mag ja sein das man für einen mindestens 15 Jahre alten Summa-Plotter auch nochmal EUR 2´000 bekommt, wenn man lang genug Geduld hat ... aber wer für den gewerblichen Einsatz einen Plotter für so viel Geld kauft, der bereits vor 15 Jahren vom Markt genommen wurde, und für den es nach über 10 Jahren auch diverse spezifische Ersatzteile nicht mehr gibt, gehört eigentlich was hinter die Ohren. Ich habe oft genug mit Leuten zu tun die nicht rechtzeitig in Hard- und Software-Updates investieren und dann irgendwann mal mit heruntergelassenen Hosen erwischt werden.

      Wie gesagt, was Du machst ist Deine Sache, aber es ist halt nicht jedermanns Ding









      Das ist so ähnlich wie
    • Das sind nur Frontfolien mit darunterliegenden Tastern keine mit Schaltungssiebdruck versehenen Tastaturfolien also auch ohne bedienbar und immer noch erhältlich. Falls irgendwann nicht mehr biete ich die dann an - bei den Preisen sogar gerne :D

      Für die verschiedenen Medien nutzt man ja die 4 user Einstellungen und kann dazu die wichtigsten Parameter auf oberster Ebene mindestens genauso schnell wie bei den Nachfolgern mal eben anpassen...

      Über Lieferbarkeit der üblichen Ver- und Gebrauchsteile wie Messer, Schneideleiste und Andruckrollen braucht man sich auch keine Sorgen machen. Es gibt mittlerweile sogar modifizierte Andruckrollen. Beim Innenleben sieht es vermutlich anders aus.
      Seit es USB gibt, hast Du sicher schon mal das ein oder andere Board tauschen müssen - im Amiforum war darüber jedenfalls noch nichts zu lesen.

      Ja die wirklich bemerkenswerte Verbesserung betrifft das OPOS. Wer also oft z.B. rote Siebdruck Marken auf'ner 352'er Chomfolie auslesen möchte, sollte zu neueren Camera-Modellen greifen. (Wenn es eher die Ausnahme ist, könnte man aber auch einen Lehrling zum Überkleben mit den kleinen schwarzen Kästchen verdonnern.)

      Wie dem auch sei, das ist jetzt schon eine echte Ode an diese wirklich bemerkenswerten Geräte geworden. Vielleicht sollten wir beide bei den Belgiern mal nach eine Prämie fragen...
      Welcher Plotter ist es denn nun eigentlich geworden?

      PS. Ossis mit ehem. gefühlten 2 (Geräte)klassen kennen das - es gibt seit der Wende neben 2 Klassen Besseres leider auch mind. 3 Klassen Mist. Der Wunsch nach einer Bestenliste ist sehr lang und reicht bis in die politische Landschaft.

      Schöne Pfingsten
      ¤¤¤¤¤ Nothing is good or bad only thinking makes it so ¤¤¤¤¤ :floet:
    • @ aufdruck:

      Wir haben zwei Sichtweisen: Du kennst Deine Geräte und Stimmen aus Foren, ich habe im Laufe meiner inzwischen 22 Jahre als Summa-Servicetechniker eine wohl locker dreistellige Anzahl Summa-Plotter geserviced oder repariert. Es freut mich für Dich das Dir noch keine Summasign-Tastatur kaputtgegangen ist, aber Du kannst mir ruhig glauben das so was passiert.

      Es gibt weit mehr als nur das OPOS das sich gegenüber den Summasign zum besseren geändert hat. Es ist mit einer S-Class beispielsweise möglich Anwenderkonfigurationen eindeutig zu benennen, was vielleicht für Dich nicht wichtig ist falls Du allein arbeitest, aber wenn Du mehrere Leute hast die den gleichen Plotter nutzen ist das praktisch. Du kannst mit einer S-Class über die äussersten Pinchroller-Positionen hinaus plotten, der OPOS-Sensor muss nicht mehr von Hand abgesenkt und angehoben werden, der Plotter erkennt wenn Andruckrollen falsch stehen, es hat einen automatischen Abschneider, es hat höhere Beschleunigungswerte und damit eine höhere Plotgeschwindigkeit, das absenken der mittleren Rollen ist leichter, der Andruck der äusseren Rollen kann man variieren, der Auffangkorb der S-Class kann komplett weggeklappt werden das nichts mehr im Weg ist, es gibt sehr nützliche Optionen je nach Anwendung wie die Aufrollvorrichtung und OPOS-CAM und, und, und .,,

      Ich gönne Dir das Deine alten Maschinen gut laufen, aber ich bleibe dabei, das hat in einer Kaufberatung nichts zu suchen. Ich halte einen Summasign heute aufgrund der Technologie und der Ersatzteilsituation für keine gute Empfehlung mehr.
    • Und ich halte es für bedenklich wenn Geräte wegen Ersatzteilmangel nicht mehr weiter betrieben werden können obwohl sie ansonsten noch ok sind und man eigentlich keine neue Maschine braucht. Stichpunkt Obsoletzuenz (wie schreibt man das?)

      Ich wünsche mir Maschinen die man „vererben“ kann, die reparierbar sind, Nachhaltig sind.
      Neue Technik und Funktionen sind ok, nicht aber um den Preis dass dafür Vorhandenes geschliffen wird. (Und plötzlich gibt’s keine Tinte mehr für den Drucker)
      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
    • Das Problem ist ein anderes:

      scanboostar schrieb:


      Neue Technik und Funktionen sind ok, nicht aber um den Preis dass dafür Vorhandenes geschliffen wird. (Und plötzlich gibt’s keine Tinte mehr für den Drucker)
      Wenn ein Plotterhersteller über mehrere Jahre Plotter verkauft, wie viele davon sind sagen wir 10 Jahre nach Abkündigung noch in Gebrauch? Wie viele Leute haben sich inzwischen neue gekauft weil sie eine bestimmte neue Technologie nutzen wollten, eine andere Breite brauchten etc.? Wie viele der verkauften Plotter sind bei Hobby-T-Shirt-Fricklern gelandet für die sich die kleinste Reparatur nicht lohnt für die 50 Shirts für den Verein? Wieviel NACHFRAGE nach Ersatzteilen gibt es noch? Was dürfen Ersatzteile für alte Geräte noch kosten wenn der Hersteller sie noch weitere Jahre auf Lager legen soll? Wer wäre bereit statt EUR 350 für einen Schleppmesserkopf für einen alten SummaCUT zum Beispiel EUR 800 oder EUR 900 zu bezahlen, weil die Produktion der geringeren Stückzahlen 10 Jahre nach Produkteinstellung einfach entsprechende Kosten verursacht? Summa gewährleistet nach Produkteinstellung Ersatzteile oder Reparaturmöglichkeiten für bis zu 10 Jahre, sollte das nicht genug sein? Für einen im Jahre 1995 gekauften SummaSign hätte so bis ins Jahr 2015 noch, also über 20 Jahre, Ersatzteile gegeben.

      Ich habe mal in einem Betrieb gearbeitet der im großen Stil Elektrokleingeräte (überwiegend Haartrockner, Lockenstäbe, elektrische Zahnbürsten etc.) zu zehntausenden überwiegend für OEM-Kunden hergestellt haben. Ganz nebenher lief auch noch der Vertrieb eines Gastronomiemixers, war mal ein größeres Geschäft, wurde aber zum Schluß überwiegend nur noch einzeln auf Bestellung gefertigt und verkauft, vielleicht 100 pro Jahr. Man konnte nie abschätzen wie lang überhaupt noch so viel Nachfrage nach dem Gerät bestehen würde, das sich die Produktion weiter lohnt. Dort gingen mal die Klingen für den Rührstab aus, das waren zwei verschiedene Klingen die für je einen Rührstab gebraucht wurden. Die Anfrage beim Klingenhersteller in Solingen ergab "wenn Ihr nicht mindestens 1.500 Stück pro Variante bestellt lohnt sich die Produktion nicht" ... das wäre ein Vorrat für Jahrzehnte gewesen, mit der großen Gefahr das nach ein paar Jahren das Teil nicht mehr weitergebaut wird, und man am Ende noch je 1000 Klingen unbenutzt verschrotten kann.

      Ihr alle könnt euch das Problem vorstellen: Ihr braucht für einen Auftrag eine spezielle Folie, sagen wir zwei oder drei Laufmeter, euer Lieferant bietet euch aber nur die 50m-Rolle an.

      Was "und plötzlich gibt es keine Tinte mehr für den Drucker" angeht: Zwischen den Latexdruckern der 1. Generation und der 3. Generation beispielsweise liegen technologisch Welten. Was bedeutet das viele Leute die Drucker der 1. Generation durch Geräte der 3. Generation ersetzt haben, und immer weniger der alten Geräte noch in Betrieb sind. Und die sind dann meist noch bei Anwendern im Einsatz die relativ wenig drucken. Die Produktionsplanung wird immer schwieriger, es wird immer schwieriger zu verhindern das nicht am Ende große Teile der Produktion noch im Lager der Hersteller, Distributoren oder Händler ablaufen und entsorgt werden müssen.

      Die Einstellung "ich will meine alten Plotter 30 - 40 Jahre nutzen und dann möglichst noch an meine Kinder oder Enkel weitergeben, und wenn der Hersteller das nicht ermöglicht ist er böse" ist ein sehr egozentrisches Weltbild. Die Problematiken bei der Sicherstellung der Ersatzteilverfügbarkeit sind auch nicht zu unterschätzen. Die Touchscreens für die S-Class 1 hat Summa nicht selbst hergestellt, die sind wohl einfach für Summa nicht mehr beziehbar. Summa hat deshalb extra ein Mainboard für die S-Class 1 entwickelt damit man alte S-Class 1 nicht wegwerfen muss nur weil der Touchscreen nicht mehr funktioniert ... jetzt kostet halt nur der Tausch eines Touchscreens an der S-Class 1 das dreifache vom einfachen Display.

      Was Obsoleszenz angeht: vor 15 - 20 Jahren gab es einen Mutoh Toucan-Drucker. der hatte Industrieköpfe vom Hersteller Spectra, die gegenüber den Epson Köpfen mit ihren 6 Mia. Dots pro Düse für mindestens 100 Mia. Dots pro Düse gut waren. Die hat man mit einem Metallschieber gereinigt. Diese Köpfe kosteten aber auch 10´000 Euro pro Stück, bei 6 Stück pro Maschine. Wer wäre denn von euch bereit heute EUR 50´000 für einen 137cm-Eco-Solvent-Drucker zu zahlen, wenn der 20 Jahre halten würde statt im Schnitt 8 - 10 Jahre?

      Versucht mal euch in die Lage von einem Drucker- oder Plotterhersteller zu versetzen. Ihr verdient Geld mit euren Plottern ... was ist so dramatisch daran einfach in bestimmten Intervallen auch mal einen neuen zu kaufen?
    • BigMac ..., du kannst Seitenweise schreiben - aus Verkäufersicht ...

      Es macht keinen Sinn funktionierende Plotter in den Schrott zu schmeißen wenn sie eigentlich noch funktionieren und durchaus reparierbar sind. Ja, wenn, wenn man es gewollt hätte.
      Auch vor 30 Jahren haben Plotter nur mit einem Messer Pfade in Folie geschnitten.
      BlingBling hilft hier nicht weiter.

      Ersatzteilbeschaffung ist ein wesentliches Verkaufsargument - vor allem in Zeiten wo Umweltschutz und Nachhaltigkeit immer wichtiger wird.
      Es geht hier nicht speziell um Werbetechnikmaschinen, es ist eine Grundsatzfrage wie wir mit Ressourcen umgehen. Klar, dieser Gedanke läuft dem kapitalistischen System zuwider mit dem weiter, schneller, höher und dem wir steigern das Bruttosozialprodukt.

      Ich finde das nicht gut.
      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
    • Wenn jeder Schilder und L..... sich nur einen Drucker im Leben kauft, wird es keine Weiterentwicklung geben. Ich kenne noch die Anfänge, wo der Drucker 3 Stunden für ein QM Folie lief. Da bin ich Dankbar für die heutigen Geschwindigkeiten und Qualitäten.
      Ihr müsst mal die Tatsache anerkennen, das unsere Berufsgruppe viel zu klein ist, viel zu zersplittert, jeder hat komplett andere Erwartungen und meint aber, das die Hersteller von Maschinen doch seine Bedürfnisse befriedigen muss. Weit gefehlt.

      Ich verstehe Scannies Wunsch, muss ihn aber enttäuschen, so können wir nicht mit so vielen Menschen in diesem Wohlstand leben.

      Schönen Feiertag
      Man ist so alt, wie man sich fühlt - aber niemals so wichtig!
    • Die wichtigen Fragen hast Du nicht beantwortet, Scanboostar:

      Würdest Du höhere Ersatzteilpreise zahlen dafür, das ein Hersteller auch bei sehr viel weniger Nachfrage weiter Ersatzteile bereithält? Wenn er beispielsweise Teile weder noch für die Produktion braucht, noch die installierte Basis entsprechend Nachfrage generiert? Ich selbst habe vor meinem Umzug aus der Schweiz nach Deutschland Ersatzteile ins Altmetall geworfen, die ich vor fast 15 Jahren für teures Geld eingekauft, aber nie gebraucht habe.

      Würdest Du für ein Neugerät deutlich höhere Preise zahlen, wenn dieses auf längere Lebensdauer ausgelegt wäre?

      Aus konkretem Anlaß, ich hatte so einen Fall letztes Jahr: weil ein Ersatzteil für einen Summa DC4 nicht verfügbar war, wurde mir angeboten das ich das Teil einschicken könnte, damit man es im Werk revidiert (wegen spezieller Vorrichtungen und Werkzeuge nicht vor Ort machbar). Dauer je nach Auslastung der Techniker im Werk: 2 - 3 Wochen. Könntest Du damit leben das Dein Plotter einfach mal 2 - 3 Wochen nicht nutzbar wäre, weil ein entscheidendes Teil ausgebaut ist? Der Umwelt zuliebe?

      Natürlich macht es keinen Sinn Geräte auf den Müll zu schmeissen die noch funktionieren, verlangt keiner. Auch Maschinen auf den Müll zu schmeissen die noch reparabel sind verlangt kein Mensch. Was Du auch machen kannst, wenn Dir die Umwelt wichtig ist: kaufe einfach bei Ebay gebrauchte Plotter, die Du dann zerlegst, um für Dich selbst Ersatzteile auf Lager zu halten. Du kannst auch Elektronikteile oder das Netzteil, wenn es defekt geht, zu einem Elektroniker geben der es testet und gegebenenfalls repariert ... niemand verbietet Dir das.

      Aber von einem Hersteller zu erwarten das er bis zum jüngsten Gericht Ersatzteile vorrätig hält, damit Du bei ihm auf keinen Fall so schnell wieder ein neues Gerät kaufen musst, ist vielleicht etwas zu viel verlangt. Ich bin mir sicher, das auch Du gern an Ersatzbedarf Geld verdienst, und nicht bei jedem Job hoffst das Du so dauerhafte Arbeit abgeliefert hast das der Kunde nie mehr bei Dir auch nur einen Euro Umsatz machen muss. Du nimmst sicher auch nicht für jeden Plotjob die teuerste, dauerhafteste Folie.
    • Wohlstand durch Wertevernichtung ....
      Meine Fresse.

      BigMac, der Witz ist ja, es kostet ja nicht mehr. Wenn das Bessere dem Guten überlegen ist, wird das auch gekauft. Die Entwicklung geht weiter.
      Ich bin froh, dass der Summa bei mir schon 20 Jahre hält. Und, ja, mir fehlt das neue Opus. Das Neue.
      Aber wenn ein Papierfühler aus Plastik abbricht ..., Metall hätte da ewig gehalten. Da braucht man gar keine Ersatzteile. Man kann es auch gleich richtig konstruieren.
      Geplante, oh je - ich trinke zudem noch gerade einen Old Fashioned, Obzoluzenz ...
      Und genau das ist hier mein Thema. Mich ärgert diese Wegwerfgesellschaft. Mich ärgert, dass Folien nicht mehr die Standzeit haben. Mich ärgern die neuen Wacomtabletts die NICHT besser als die alten Intuos3 sind. Mich ärgert, dass ich nächstes Jahr einen neuen iMac und Dokuscanner kaufen muss, weil ein 50€ Programm nicht mehr auf dem alten OS laufen wird. Unnötige 2.000€ Ausgaben.
      Mich ärgert, dass wegen PillePalle wie Schalter, verklebte Akkus usw. Werte vernichtet werden.
      Man kann Glühlampen so bauen, dass sie selten bis nie kaputt gehen. Wurde fast nicht gemacht. Und trotzdem haben sich LED durchgesetzt. Weil neu, besser und andere Vorteile.
      Dinge gehen kaputt und unterliegen dem Verschleiss. Das ist ok. Aber wenn grundsätzlich schon Müll konstruiert wird dann hebe ich schon den Finger.
      Ich kann diese Denke der Wegwerfgesellschaft nicht verteidigen.



      Ps. Was meinen Summaplotter betrifft, kann ich mich hier nicht beklagen. So sollte es sein.
      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
    • Schön zu lesen am Morgen; und doch irgendwie alles vertane Zeit.

      Dann kann es im Offtopic ja auch weiter um Fernseher, Backofen, Auto und Handy/Smartphone gehen.
      Ist ja vom Prinzip nicht anders; da ist's ja sogar noch viel schlimmer (neues, besseres haben wollen und funktionierendes ersetzen).

      Vielleicht wurde Plotter X ja ursprünglich auch absolut massiv und unkaputtbar konstruiert.
      Dann kamen aber auch mal die anderen Abteilungen ans Mikro ..
      Einkauf, Verkauf und Technik.

      Dann wurde auch schnell klar, dass der Großteil der Kunden eben keine 60.000 Mark für einen Schneidplotter ausgeben möchte/wird.
      Dann war das Material X für Teil Y zu teuer, deswegen wurde aufs günstigere gegangen.
      Man möchte ja nicht nur 25 Stück pro Jahr verkaufen sondern eher 125 Stück^^ Also musste da auch was getan werden.
      Ach, und die Techniker möchte auch gerne noch mal zum Einsatz kommen.. sonst bräuchte man die ja nur bei der Installation (wenn überhaupt).

      Im Grunde wissen doch eh alle wie es läuft.
      Ich finde 10 Jahre Ersatzteilversorgung auch angemessen.

      Man kann sich dann nen 3 oder 5 Jahre altes Gerät kaufen und hat noch immer Zeit, sich mit Verschleiss- oder Reparaturteilen einzudecken.

      Für die "großen Teile" dann halt nach 10 Jahren ein Altgerät zum ausschlachten (wie schon beschrieben).
      Oder nen altes Demogerät oder oder


      Allerdings möchten manche auch aktuell unterwegs sein; das erspart doch schon mal Kopfschmerzen.

      (Und ja, ich bin das mit dem alten Mimaki - Baujahr 2004 hab ich gesehen....)



      Gruß
      - Dennis
      - 601
    • scanboostar schrieb:


      BigMac, der Witz ist ja, es kostet ja nicht mehr. Wenn das Bessere dem Guten überlegen ist, wird das auch gekauft. Die Entwicklung geht weiter.
      Natürlich hat es Preisunterschiede, wenn Du 10´000 Kunststoffspritzteile herstellst, oder nur 500. Oder ob Du ein Metallteil fräst.

      Aber meine Frage immer noch nicht beantwortet. Interessant ;) Gehe doch mal einfach vom hypothetischen Fall aus, das irgendwann Ersatzteile für Deinen Plotter einzeln angefertigt werden müssten ... würdest Du einen Aufpreis bezahlen? Würdest Du für eine besonders dauerhafte Ausführung eines 137cm Solventdrucker 30´000 EUR zahlen, wenn die normalen nur 15´000 kosten?

      Wenn Du Dir einen neuen Mac kaufen musst weil ein EUR 50-Programm nicht mehr laufen wird, bedeutet das, das Du upgraden musst? Kannst Du nicht mit der alten Version weiter arbeiten?

      Übrigens, es heisst OPOS und nicht OPUS ;) .

      Ich finde auch schade wenn Dinge zu schnell weggeworfen werden. Aber es muß Mittelwege geben, ein "Altmetall-Extremismus" wo man Herstellern vorwirft das man nach 20 Jahren keine Teile mehr bekommt finde ich daneben.
    • Es wird immer so getan, daß ich als Anwender eine billigere Maschine möchte. Mich hat noch nie einer gefragt was ich bezahlen möchte. Der Verkäufer kommt immer erst mit dem besseren Preis aus Höhle. Dann sucht er andere Verkaufsargumente. Anwesende natürlich wie immer ausgeschlossen. Die Krux ist doch, daß jeder mit seiner Politik Kunden bindet oder binden möchte. Wenn man keine Argumente hat wird so Zwang ausgeübt. Überspitzt formuliert.
      Ich achte sehr darauf, langlebige Sachen zu kaufen. Das ist für mich Nachhaltigkeit. Es wird aber immer schwerer. Einmal wegen obiger Darstellung. Aber auch weiß es immer schwerer wird beim Kauf Langlebigkeit zu identifizieren. Bestimmte Marken zu favorisieren klappt schon lange nicht mehr. Bei Werkzeug habe ich schon immer auf Marken gesetzt. Gedore, Wera. Hazet. Ein vermeintlich tolles Angebot Schraubendreher von hazet entpuppte sich dann als China Import. Billig gefertigt. Griffe zu klein.
      "Manche Stürme machen Unordnung. Andere räumen auf."
    • Ich habe Maschinenbau studiert. Durch widrige Umstände konnte ich das nicht fertig machen und bin in der Werbung gelandet.

      Viele alte Freunde haben das aber durchgezogen und sind Ingenieure im Automobilbau. Und nun ist es so:

      Der Ingenieur entwickelt was Sinnvolles.
      Dann kommt der Designer und sagt, das muss dünner werden. Den beiden macht der BWLer ein Strich durch die Rechnung.
      Irgendwelche Auflagen vom Staat machen alles nochmal schlimmer.
      Am Ende müssen die Leute sowas kaufen wie einen VW Golf

      Und dann ist da noch die Werbeabteilung die dem Kunden erzählt, dass sie überhaupt das beste Produkt besitzen.

      BigMac, mir ist klar, dass es Grenzen gibt.
      Und, ja, ich würde gerne einmal 5.000€ ausgeben um einen simplen a4 Drucker zu kaufen der den Rest meines Lebens hält um meine Rechnungen und anderen Kleinkram auszudrucken. Eben eine Maschine und kein Plastikverhau.

      Es ist halt wirklich ein komplexes Thema. Und der Ärger trifft ja auch nur bestimmte Teilgebiete.
      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
    • scanboostar schrieb:

      Ich bin froh, dass der Summa bei mir schon 20 Jahre hält. Und, ja, mir fehlt das neue Opus. Das Neue.
      Hi Scanni

      Wenn Dir das neue OPOS fehlt, könntest Du ja Deinen alten, gut laufenden Summa an irgendjemanden für kleines Geld abgeben der die Maschine hobbymäßig noch ein paar Jahre nutzt, während Du für Deine gewerbliche Anwendung auf den neuen SummaCUT D60R umsteigst. Der hat nicht nur das neue OPOS, sondern man kann damit auch über die Rollenpositionen hinaus plotten usw. Dann hast Du Deinen Umweltvorstellungen doch genüge getan, oder? Höhere Effizienz, aber die alte Maschine ist nicht weggeworfen, sondern wird weiter genutzt. Derjenige der den Plotter von Dir kauft muss sich keinen China-Schrott über Wish bestellen. Von der ursprünglichen Mechanik her ist der D60R nicht krass unterschiedlich zum alten D60, der sollte auch ordentlich lange halten.